{"id":417,"date":"2022-07-02T16:10:56","date_gmt":"2022-07-02T14:10:56","guid":{"rendered":"https:\/\/ig53.ch\/?page_id=417"},"modified":"2022-07-02T16:44:36","modified_gmt":"2022-07-02T14:44:36","slug":"vw-corrado","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ig53.ch\/index.php\/vw-corrado\/","title":{"rendered":"VW Corrado"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Typ 53i<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der VW Corrado (Typ 53i) ist ein Sportcoup\u00e9 der Marke Volkswagen, das von Herbst 1988 bis Mitte 1995 hergestellt wurde. Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnet den Corrado in das Segment Mittelklasse ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mai 1981 begann VW unter dem Entwicklungsauftrag (EA) 494 mit den Arbeiten an einem Nachfolgemodell f\u00fcr den gerade eingef\u00fchrten Scirocco II. Die technische Basis f\u00fcr den als Nachfolger des Scirocco geplanten Wagen bildete der VW Golf II, w\u00e4hrend der Scirocco II noch auf dem Golf I basierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Scirocco III (sp\u00e4ter Corrado genannt) sollte als technologischer Imagetr\u00e4ger 1986 beziehungsweise im Modelljahr 1987 zu einem g\u00fcnstigeren Preis als der aktuelle Scirocco II in Serie gehen. Allerdings geriet der Wagen zu teuer f\u00fcr die direkte Nachfolge. Au\u00dferdem war die Motorenauswahl nicht mit der der Scirocco-Palette zu vergleichen. Diese Quadratur des Kreises wurde im Dezember 1984 durch die Formel: \u201eScirocco 3 plus Scirocco 2 Weiterlauf\u201c aufgel\u00f6st. Der Scirocco III bzw. Corrado sollte als Technologietr\u00e4ger und als hochwertiges Sportcoup\u00e9 am Markt positioniert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geplant war ferner, neben dem neuen Modell den Scirocco II mindestens bis 1988 weiter zu produzieren und auf Basis der Polo-Plattform einen Nachfolger f\u00fcr das preisg\u00fcnstige Sportcoup\u00e9 zu finden. Da sich jedoch kein g\u00fcnstiges Coup\u00e9 unterhalb des Corrado zur Marktreife entwickeln lie\u00df, blieb der Scirocco vier Jahre l\u00e4nger als vorgesehen im Angebot. Mit der H\u00f6herpositionierung des Corrado zum Sportwagen und nach den bis September 1991 r\u00fcckl\u00e4ufigen Absatzzahlen des Scirocco II wurde dessen Produktion im September 1992 eingestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab M\u00e4rz 1986 wurde der EA 494 in der Tradition der Namen von Winden bei VW (Passat, Scirocco usw.) unter dem Projektnamen \u201eTaifun\u201c gef\u00fchrt. Da jedoch ein Taifun vor allem mit Zerst\u00f6rung in Zusammenhang gebracht wird, entschied man sich zugunsten von \u201eCorrado\u201c um. Die Bezeichnung Corrado stammt vom spanischen Wort correr (deutsch \u201elaufen\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Pr\u00e4sentation des Corrado im Oktober 1988 waren die Besonderheiten der Heckfl\u00fcgel, der beim europ\u00e4ischen Modell ab 120 km\/h (75 km\/h beim US-Modell) automatisch aus- und ab 20 km\/h wieder einf\u00e4hrt (in \u00e4hnlicher Form wenige Monate sp\u00e4ter auch am Porsche 911 (Typ 964) zu finden), der den Auftrieb an der Hinterachse um bis zu 64 % reduzieren soll, sowie der G-Lader, mit dem als einziges Modell der Corrado G60 versehen war, und die f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse umfangreiche                       Serienausstattung: ABS, Servolenkung, h\u00f6henverstellbare Sportsitze, Nebelscheinwerfer, gr\u00fcne Color-W\u00e4rmeschutzverglasung und (in Wagenfarbe lackierte) elektrisch einstellbare und beheizte Au\u00dfenspiegel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt war der Corrado in seinen knapp sieben Jahren Bauzeit ein technisches Gemisch aus Golf II sowie III und Passat B3 bzw. B4. Im Juni 1995 lief seine Produktion aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Modellpflege<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den Werksferien im August 1991 wurden in Deutschland Modelle mit 16V- und VR6-Aggregat vorgestellt. Dabei wurden einige \u00c4nderungen vorgenommen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Einbau des gr\u00f6\u00dferen VR6-Motors war eine Neukonstruktion des vorderen Quertr\u00e4gers und eine \u00c4nderung der Motorhaube notwendig. Erg\u00e4nzt wurde die Ma\u00dfnahme durch breitere vordere Kotfl\u00fcgel, breitere Frontsch\u00fcrze mit modernerem K\u00fchlergrill, leicht abge\u00e4nderte Hecksto\u00dfstange, neue Nebelscheinwerfer- und Frontblinkereinheit, sowie neue Scheinwerfer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Merkmale dieses Facelifts:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>der Tank wurde von 55 l auf 70 l vergr\u00f6\u00dfert                       <\/li><li>der Kofferraum wurde dadurch von 300 l auf 235 l verkleinert                       <\/li><li>neue Farbvarianten bei den Stoffausstattungen                       <\/li><li>EDS bei VR6 Motorisierung Serie                       <\/li><li>Nach den Werksferien im August 1992 bekam der Corrado ein neu gestaltetes Interieur.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00c4nderungen umfassten unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Mittelkonsole neu gestaltet<\/li><li>Fensterheberschalter direkt auf den T\u00fcrtaschen oberhalb der Lautsprecher, anstatt innerhalb der T\u00fcrverkleidung<\/li><li>T\u00fcrverkleidung \u00fcberarbeitet<\/li><li>Spiegelverstellschalter im neu geformten T\u00fcrzuziehgriff anstatt in der Mitte der T\u00fcrverkleidung<\/li><li>L\u00fcftung (Dreh- statt Schieberegler)<\/li><li>Kippschalter durch Druckschalter ersetzt<\/li><li>Luftaustrittsd\u00fcsen im Armaturenbrett rundlicher und erhabener<\/li><li>Anzeigeinstrumente mit neuer Schriftart, roten Zeigern sowie pr\u00e4gnantem \u201eCorrado\u201c-Schriftzug im Drehzahlmesser <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur noch bei VR6-Modellen eine geteilte R\u00fccksitzbank als Serienausstattung                       <br>Mit der Pr\u00e4sentation des 2.0 8V im April 1993 wurde der G60 und nur ein Jahr sp\u00e4ter, im Juli 1994, der 16V aus dem Programm genommen. Ab August 1994 gab es den Corrado auch auf Wunsch mit Airbags f\u00fcr Fahrer und Beifahrerseite. Hierbei entfiel das Handschuhfach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Modellvarianten<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>E 4 D Leder<\/li><li>Gebaut: Von 1990 bis 1991 in 1.846 Exemplaren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>E 3 V Flockdiagonale (Teilleder)<\/li><li>Gebaut: Von 1990 bis 1991 in 1.734 Exemplaren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>E 4 E Flockdiagonale (Vollstoff)<\/li><li>Gebaut: Von 1990 bis 1991 in 676 Exemplaren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>E 3 Q Jet<\/li><li>Gebaut: Von 1991 bis 1992 in 1.419 Exemplaren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>E 0 L Exclusiv 93<\/li><li>Gebaut: Von 1992 bis 1993 in 1.338 Exemplaren.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>E 8 R Edition<\/li><li>Gebaut: 1995 in 505 Exemplaren.<\/li><\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Angaben basieren auf dem Karmann-Museum (Scirocco Zeitung 04\/1997).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Typ 53i Der VW Corrado (Typ 53i) ist ein Sportcoup\u00e9 der Marke Volkswagen, das von Herbst 1988 bis Mitte 1995 hergestellt wurde. 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